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Vertrag über Fährverbindung kein Pauschalreisevertrag



Bei einem Pauschalreisevertrag i.S.d. § 651a Abs. 1 S. 1 BGB stehen dem Kunden besondere Rechte gegenüber dem Reisveranstalter und dem vermittelnden Reisebüro zu.

Das Amtsgericht München verneint das Vorliegen eines Pauschalreisevertrages bei Buchung einer Fährverbindung auch dann, wenn neben dem Transport von Personen und Fahrzeugen auch eine Kabine zur Übernachtung zur Verfügung gestellt wird. Ein Reisebüro übernimmt in einem solchen Fall in der Regel lediglich die Tätigkeit eines Vermittlers von Reiseleistungen und nicht die Verantwortung für deren ordnungsgemäße Durchführung und kann daher für eine Schlechterfüllung des Beförderungsvertrages nicht haftbar gemacht werden.

Urteil des AG München vom 30.06.2016
213 C 3921/16
NJW-RR 2016, 1145



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