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Arzthaftung bei fehlerhafter Revisionsoperation



Ein Krankenhaus, in dem eine Patientin grob fehlerhaft operiert wurde, wodurch eine weitere Operation notwendig wurde, kann auch für die Folgen, die durch die zweite, grob fehlerhafte Behandlung in einer anderen Klinik hervorgerufen wurden, haftbar gemacht werden. Dies entschied das Oberlandesgericht Hamm

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Revisionsoperation erst aufgrund der behandlungsfehlerhaften Erstoperation notwendig war. In einem solchen Fall hat der erstbehandelnde Arzt haftungsrechtlich auch dann für den weiteren Eingriff und die mit ihm verbundenen Folgen einzustehen, wenn dem zweiten Operateur ebenfalls ein grober Behandlungsfehler unterlaufen ist.

Urteil des OLG Hamm vom 15.11.2016
26 U 37/14
PaPfleReQ 2016, 58



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