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Unzulässige Verbreitung eines Bootleg-Albums



Illegale Mitschnitte von Konzerten, die von Zuhörern ohne Einverständnis des jeweiligen Künstlers erstellt werden (sogenannte Bootlegs), erfreuen sich unter Sammlern großer Beliebtheit und werden nicht selten zu hohen Preisen gehandelt.

Vertreibt ein Händler eine so gefertigte Platte in seinem Laden, kann er von dem Künstler (hier Eric Clapton) auf Unterlassung in Anspruch genommen werden. Der Händler kann sich auch nicht auf Unkenntnis der illegalen Herstellung des Albums berufen, wenn kein Unternehmen auf dem Cover genannt ist und im Übrigen die sehr einfach gehaltene Aufmachung deutlich von sonstigen Musikalben des Künstlers abweicht. Der Händler ist dann verpflichtet, einen Vergleich mit der offiziellen Diskografie des Künstlers vorzunehmen.

Urteil des AG Hamburg vom 18.02.2016
25b C 342/15
jurisPR-ITR 24/2016 Anm. 6



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