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Kündigung eines "rasenden Autoverkäufers"



Das Arbeitsgericht Düsseldorf hat die fristlose Kündigung eines in einem Autohaus beschäftigten Verkäufers wegen einer Verfolgungsjagd auf einem in Deutschland nicht zugelassenen Renn-Quad in alkoholisiertem Zustand unter mehrfachen Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung für rechtmäßig erklärt.

Für das Gericht war es unerheblich, dass es sich bei dem Kündigungssachverhalt um ein außerdienstliches Verhalten des Mitarbeiters handelte, da das Vertrauen des Arbeitgebers in dessen Eignung als Autoverkäufer durch sein Verhalten schwer erschüttert und das Ansehen des Hauses gefährdet wurde. Von Bedeutung war demgegenüber, dass dem Verkäufer wegen eines vergleichbaren Fehlverhaltens im Straßenverkehr im Jahre 2014 die Fahrerlaubnis entzogen und er vom Arbeitgeber deshalb abgemahnt worden war.

Urteil des ArbG Düsseldorf vom 12.07.2016
15 Ca 1769/16
BB 2016, 1972