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Vergleichende Werbung muss überprüfbar sein



Vergleichende Werbung ist dann nicht zu beanstanden, wenn der Vergleich objektiv auf eine oder mehrere wesentliche, relevante, nachprüfbare und typische Eigenschaften oder den Preis dieser Waren oder Dienstleistungen bezogen ist (§ 6 Abs. 2 Nr. 2 UWG).

Die - sachlich richtige - Behauptung, das eigene Produkt (hier ein Hautpflegeset) sei einem bestimmten Konkurrenzerzeugnis funktionell gleichwertig und eine preiswerte Alternative hierzu, erfüllt diese Voraussetzungen einer zulässigen vergleichenden Werbung jedenfalls dann, wenn die sich gegenüberstehenden Produkte hinreichend individualisiert und gekennzeichnet sind und die angesprochenen Verbraucher in der Lage sind, durch eine einfache Internetrecherche die jeweiligen Preise zu ermitteln und die Gleichwertigkeit der Produkte zu beurteilen.

Urteil des OLG Frankfurt vom 22.09.2016
6 U 103/15
WRP 2017, 96