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Kein Mozzarella und Krabbensalat im Handgepäck



Zu den verbotenen Gegenständen, die von Fluggästen nicht in Sicherheitsbereiche oder an Bord eines Luftfahrzeugs mitgenommen werden dürfen, zählen nach der einschlägigen EU-Verordnung Spreng- und Brandstoffe sowie Spreng- und Brandsätze, die in der Lage sind oder zu sein scheinen, schwere Verletzungen hervorzurufen oder die Sicherheit des Luftfahrzeugs zu gefährden. Hierzu gehören auch Flüssigkeiten, Aerosole oder Gele. Zu den unerlaubten LAG-Stoffen (Liquids, Aerosols und Gels) zählen danach auch Pasten, Lotionen, Mischungen von Flüssigkeiten und Feststoffen sowie der Inhalt von Druckbehältern, wie z.B. Zahnpasta, Haargel, Getränke, Suppen, Sirup, Parfum, Rasierschaum und andere Artikel mit ähnlicher Konsistenz.

Die zuständige Sicherheitsbehörde durfte danach einem Fluggast das Mitführen von "272 g Büffelmozzarella, 155 g Nordseekrabbensalat und 140 g Flensburger Fördetopf" im Handgepäck untersagen.

Urteil des OVG Berlin-Brandenburg vom 28.03.2017
OVG 6 B 70.15
Wirtschaftsrecht Heft 15/2017, Seite 95