§  RECHTplus.de  §

Juristischer Media-Service


Verbot des Tragens eines islamischen Kopftuchs nach Kundenbeschwerden



Das Verbot eines Arbeitgebers gegenüber einer Arbeitnehmerin, ein islamisches Kopftuch zu tragen, ist auch dann diskriminierend und damit unzulässig, wenn der Arbeitgeber damit dem ausdrücklichen Wunsch eines Kunden entsprechen will, die Leistungen nicht mehr von einer Arbeitnehmerin ausführen zu lassen, die ein Kopftuch trägt.

Der Ausgangsfall betraf ein französisches Unternehmen, das einer angestellten muslimischen Programmiererin wegen der Kundenbeschwerden das Tragen des muslimischen Kopftuchs bei externen Arbeiten bei dem Kunden untersagen wollte.

Urteil des EuGH vom 14.03.2017
C-188/15
jurisPR-ArbR 25/2017 Anm. 2