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Unfall mit Motorsäge beim Holzzerkleinern aus Gefälligkeit



Wer aus Gefälligkeit einem Verwandten beim Zerkleinern von Brennholz hilft und dabei mit der verwendeten Motorsäge einen Unfall erleidet, kann keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung verlangen. Ein versicherter Arbeitsunfall lag hier für das Sozialgericht Heilbronn schon deshalb nicht vor, weil zwischen den Beteiligten kein Beschäftigungsverhältnis bestand.

Auch eine unter Versicherungsschutz stehende Tätigkeit als "Wie-Beschäftigter" kam hier nicht in Betracht, da dies u.a. voraussetzt, dass es sich um eine Tätigkeit von wirtschaftlichem Wert handelt, die nicht auf einer Sonderbeziehung (z.B. als Familienangehöriger oder Vereinsmitglied) beruht und ihrer Art nach sonst von abhängig Beschäftigten verrichtet wird. Im entschiedenen Fall beruhte die Gefälligkeit beim Holzmachen jedoch alleine auf dem Verwandtschaftsverhältnis der Beteiligten.

Urteil des SG Heilbronn vom 27.10.2017
S 8 U 1443/17
Pressemitteilung des SG Heilbronn