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Kein Schadensersatz bei bloßer Empfehlung einer Finanzportfolioverwaltung



Ansprüche aus einem Anlageberatungsvertrag können nicht bereits geltend gemacht werden, wenn dem Verbraucher (nur) eine Finanzportfolioverwaltung empfohlen wird, ohne dass dabei auch auf bestimmte Finanzinstrumente hingewiesen wird.

Auch wenn die Empfehlung zu einem späteren Zeitpunkt dazu führt, dass der dem Verbraucher empfohlene Portfolioverwalter später im Rahmen seiner Verwaltungstätigkeit Aufträge zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten annimmt und dies zu Verlusten bei der Kapitalanlage führt, stellt die bloße Empfehlung keine Schadensersatz begründende Falschberatung dar.

Urteil des BGH vom 10.10.2017
VI ZR 556/14
NJW 2018, 230