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Umfassende Aufklärungspflicht auch hinsichtlich Behandlungsalternative



Ein Arzt muss seinen Patienten bei Vorliegen mehrerer gleichwertiger Behandlungsalternativen über die jeweiligen Vor- und Nachteile der Methoden aufklären. Diese umfassende Aufklärungspflicht besteht nicht nur bei Behandlungsmethoden der ersten Wahl, sondern auch hinsichtlich Therapien der zweiten Wahl, wenn diese innerhalb des standardmäßigen Behandlungskorridors ebenfalls infrage kommen.

Verstößt der Arzt gegen seine Aufklärungspflicht, kann er sich schadensersatzpflichtig machen, wenn der Patient durch den Eingriff gesundheitliche Nachteile erleidet.

Urteil des KG Berlin vom 13.03.2017
20 U 238/15
ArztR 2017, 247