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Mit linker Hand geschriebenes Testaments eines Rechtshänders



Die einfachste und billigste Möglichkeit eine letztwillige Verfügung zu erstellen, ist ein eigenhändiges Testament. Dabei muss nach § 2247 Abs. 1 BGB der gesamte Text vom Verfügenden handschriftlich niedergelegt und eigenhändig unterschrieben werden. Sonst ist ein solches Testament unwirksam.

Die Anforderungen an die handschriftliche Verfassung der letztwilligen Verfügung sind für das Oberlandesgericht Köln auch dann erfüllt, wenn ein Rechtshänder mit seiner schreibungewohnten linken Hand schreibt, weil an seinem rechten Arm Lähmungserscheinungen aufgetreten sind. Dies gilt jedenfalls dann, wenn - wie hier - ein Zeuge bestätigen kann, dass das Testament von dem Erblasser herrührt.

Beschluss des OLG Köln vom 03.08.2017
2 Wx 149/17, 2 Wx 169/17
jurisPR-FamR 4/2018 Anm. 1