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Keine Eingliederungshilfe für Schülerin mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom



Eltern einer an einem einfachen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom und Legasthenie leidenden 15- jährigen Schülerin haben gegenüber dem Jugendhilfeträger keinen Anspruch auf Erstattung der Kosten für eine Privatschule und einer Legasthenietherapie.

Für das Verwaltungsgericht Trier stellt weder das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom noch die Legasthenie für sich genommen eine "seelische Störung" im Sinne der maßgeblichen Vorschriften des 8. Sozialgesetzbuchs dar. Somit bestand auch kein Rechtsanspruch auf eine nachträgliche Bewilligung von beantragter Eingliederungshilfe.

Urteil des VG Trier vom 01.03.2018
2 K 14025/17.TR
Pressemitteilung des VG Trier