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Wohlhabender Ladendieb



Wer in einem Supermarkt ein teures Produkt (hier Kalbsleber) in eine Obsttüte umverpackt und diese dann an der Selbstbedienungskasse als billigeres Obstprodukt abwiegen und zu dem günstigeren Preis einscannen lässt, begeht einen Diebstahl.

Der vor dem Amtsgericht München verhandelte Fall wies die Besonderheit auf, dass der Ladendieb als Kaufmann über ein monatliches Einkommen von mindestens 24.000 Euro verfügte und er bereits mehrmals einschlägig vorbestraft war. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 260 Tagessätzen zu je 800 Euro, insgesamt also von 208.000 Euro.

Urteil des AG München vom 10.01.2018
864 Ds 238 Js 223135/17
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