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Auffahrunfall nach Spurwechsel: Überschreiten der Richtgeschwindigkeit begründet keine Mithaftung



Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass ein mit 150 km/h auf der Überholspur fahrender Autofahrer trotz Überschreitens der Richtgeschwindigkeit keine Mithaftung an einem Auffahrunfall trägt, wenn ein anderer Pkw-Fahrer ohne ersichtlichen Grund und ohne Betätigen des Blinkers vor ihm plötzlich auf die Überholspur wechselt. Der Spurwechsler hat dann für den gesamten Schaden aufzukommen, wenn der überholende Autofahrer trotz sofortiger Vollbremsung den Auffahrunfall nicht mehr verhindern kann.

Urteil des OLG Hamm vom 06.02.2018
I-7 U 39/17
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