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Dienstwagen für "minijobbende" Ehefrau



Ein Unternehmer beschäftigte seine Ehefrau für 450 Euro monatlich in einem Minijob. Für die Arbeit überließ er ihr seinen Pkw auch zur privaten Nutzung. Der geldwerte Vorteil in Höhe von 385 Euro wurde vom Lohn der Ehefrau abgezogen. Das Finanzamt sah darin ein unerlaubtes Steuersparmodell.

Demgegenüber hatte das Finanzgericht Köln keine rechtlichen Bedenken. Kosten für einen Firmenwagen können auch dann als Betriebsausgaben abzugsfähig sein, wenn das Fahrzeug dem Ehegatten im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses überlassen wird. Der Umstand, dass das Firmenfahrzeug dem Arbeitnehmer-Ehegatten zur uneingeschränkten privaten Nutzung unter Anrechnung dieses Nutzungsvorteils auf den Gehaltsanspruch überlassen wird, führt nicht dazu, dass das geringfügige Beschäftigungsverhältnis deswegen als fremdunüblich (sogenannter Fremdvergleich) anzusehen wäre.

Urteil des FG Köln vom 27.09.2017
3 K 2547/16
BB 2018, 1123