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Verbot von Tätowierungen mit rechtsextremem Charakter bei Beamtenanwärter



Ein Beamtenanwärter für den Polizeivollzugsdienst darf wegen seiner großflächigen Tätowierungen im sichtbaren und nicht sichtbaren Bereich vom Eignungsauswahlverfahren ausgeschlossen werden, wenn die Tätowierungen gegen sonstige beamtenrechtliche Pflichten des künftigen Beamtenanwärters verstoßen. Einen solchen Fall nahm das Verwaltungsgericht Meinungen an, wenn Teile der Tätowierungen Anlass geben, die Pflicht des Bewerbers zur Verfassungstreue infrage zu stellen. Die Symbolik in einigen der Tätowierungen legte hier nämlich den Schluss auf eine rechtsextreme Gesinnung des Beamtenanwärters nahe. Er wurde daher für ein Beamtenverhältnis als persönlich ungeeignet eingestuft.

Urteil des VG Meiningen vom 21.06.2018
1 K 457/18 Me
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