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Versehentliche Flugstornierung wegen fehlerhafter Informationen



Ein Reiseveranstalter darf sich nicht auf ungeprüfte Informationen Dritter zum Reiseverlauf verlassen. Storniert er die Rückflugtickets zweier Urlauber, weil er von der Fluggesellschaft und dem Hotel die falsche Information erhielt, die Urlauber hätten die Reise nicht angetreten, und waren diese daraufhin gezwungen, sich selbst Rückflugtickets zu besorgen, muss ihnen der Reiseveranstalter den dadurch entstandenen Schaden erstatten. Er hat für die fehlerhaften Informationen der Fluggesellschaft und des Hotels einzustehen.

Urteil des AG Leipzig vom 19.09.2018
109 C 1597/18
Pressemitteilung des AG Leipzig