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"Hobbybrauer" muss Biersteuer in voller Höhe zahlen



Zunächst hatte ein Hobbybierbrauer beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate in unregelmäßigen Abständen Bier nur für den Eigengebrauch bis zu einer Menge von zwei Hektolitern zu brauen. Später teilte er dem zuständigen Hauptzollamt mit, ein Nebengewerbe angemeldet zu haben, um seine Überschüsse verkaufen zu können. Die Behörde erklärte daraufhin, dass dies eine Besteuerung für gewerblich hergestelltes Bier nach dem Regelsteuersatz zur Folge habe. Das Finanzgericht Stuttgart sah keine gesetzliche Grundlage für die von dem Hobbybrauer beantragte Steuerermäßigung und gab dem Hauptzollamt Recht. Der Hobbybrauer muss das angemeldete Bier zum Regelsteuersatz versteuern.

Urteil des FG Baden-Württemberg vom 20.03.2018
11 K 1344/17
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