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Privatnutzung eines Geschäftswagens: Ein-Prozent-Regel gilt auch für Gebrauchtwagen



Nach der sogenannten Ein-Prozent-Regel wird der zu versteuernde geldwerte Vorteil für die Privatnutzung eines Geschäftswagens mit einem Prozent der Anschaffungskosten des Pkws angesetzt. Die oftmals nachteilige Pauschalregelung kann durch regelmäßiges Führen eines Fahrtenbuchs, in dem alle privaten Fahrten aufzulisten sind, vermieden werden.

Diese Regelung ist uneingeschränkt auch bei Gebrauchtwagen anzuwenden. Gegen die Bemessung des geldwerten Vorteils auch bei gebrauchten Firmenwagen nach dem Listenpreis des entsprechenden Neufahrzeugs bestehen nach Auffassung des Bundesfinanzhofs keine verfassungsrechtlichen Bedenken. Die Richter weisen darauf hin, dass der Steuerpflichtige der Anwendung der typisierenden Regelung durch den Nachweis des tatsächlichen Nutzungsumfangs mittels eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs entgehen kann.

Urteil des BFH vom 15.05.2018
X R 28/15
DStRE 2018, 1220