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Insolvenzverfahren: Gesellschafterhaftung nach Befriedigung eines Bankkredits



Nach § 135 Abs. 2 InsO kann der Insolvenzverwalter eine Rechtshandlung anfechten, mit der eine Gesellschaft einem Dritten für eine Forderung auf Rückgewähr eines Darlehens im letzten Jahr vor dem Eröffnungsantrag oder nach diesem Antrag Befriedigung gewährt hat, wenn ein Gesellschafter für die Forderung eine Sicherheit bestellt hat oder als Bürge haftet.

Daher haftet der Gesellschafter gegenüber dem Insolvenzverwalter, wenn er persönlich der Bank Sicherheiten gewährt und die Bank kurz vor Insolvenzantragstellung Befriedigung aus dem Gesellschaftsvermögen erlangt hat.

Urteil des OLG München vom 15.03.2018
14 U 2349/16
jurisPR-BKR 2/2019 Anm. 5