§  RECHTplus.de  §

Juristischer Media-Service


Skizzen-Diebstahl aus Müll des Künstlers Gerhard Richter



Das Amtsgericht Köln hat einen Mann, der auf dem Anwesen von Gerhard Richter, dem derzeitig höchst dotierten lebenden Maler, in der Nähe der Altpapiertonne auf dem Boden liegende Skizzen des Künstlers an sich genommen hat, wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 35 Euro verurteilt.

Das Gericht ging davon aus, dass keine Eigentumsaufgabe durch den Künstler durch die Entsorgung der Bilder vorlag. Dem Angeklagten sei - so die Urteilsbegründung - bewusst gewesen, dass die Zeichnungen dem Künstler zuzuordnen waren und auch einen nicht nur geringfügigen Wert hatten. Dies ergebe sich insbesondere daraus, dass der Angeklagte die Skizzenblätter einem Auktionshaus in München zum Verkauf angeboten habe.

Urteil des AG Köln vom 24.04.2019
539 Ds 48/18
Pressemitteilung des AG Köln