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Auskunftsanspruch eines Arbeitnehmers nach der DSGVO



Eine "betroffene Person" gemäß Art. 15 Abs. 1 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat das Recht, von dem Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob er betreffende personenbezogene Daten verarbeitet. Diese Vorschrift gilt nach Auffassung des Landesarbeitsgerichts Stuttgart auch im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses.

Der Anspruch eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber auf Auskunftserteilung auf personenbezogene Leistungs- und Verhaltensdaten kann jedoch im Einzelfall durch überwiegende berechtigte Interessen Dritter (insbesondere des Arbeitgebers) an einer Geheimhaltung der Daten beschränkt sein. Ob diese Interessen einer Auskunftserteilung entgegenstehen, ist durch eine Interessenabwägung im konkreten Einzelfall zu klären.

Urteil des LAG Stuttgart vom 20.12.2018
17 Sa 11/18
jurisPR-ITR 9/2019 Anm. 4